Samstag, April 5, 2025

Wikimedia unter Druck: Verkehrszunahme um 50% wegen AI-Bots



Im Herzen des digitalen Universums des freien Wissens steht Wikimedia heute vor einer der komplexesten Herausforderungen seiner jüngeren Geschichte: die wachsende Welle von automatischen Bot AI, die systematisch ihre Inhalte plündern. 

Insbesondere in den letzten Monaten gab es einen Anstieg von 50% des generierten Traffics durch die sogenannten Crawler haben Siewas sowohl die technische Kapazität als auch die wirtschaftliche Nachhaltigkeit der Plattform stark belastet.

Der Einfluss der künstlichen Intelligenz (KI) auf digitale Infrastrukturen wächst: der Fall Wikimedia

Ab Januar 2024 wurde ein sprunghafter Anstieg im Volumen der von Plattformen wie Wikipedia und den anderen Wikimedia-Projekten heruntergeladenen Daten verzeichnet. 

Dieser Anstieg ist nicht auf eine höhere Beteiligung menschlicher Nutzer zurückzuführen, sondern auf einen systematischen und oft wenig regulierten Einsatz von automatischen Bots, die von Unternehmen eingesetzt werden, die Modelle der künstlichen Intelligenz entwickeln.

Diese Werkzeuge, die entwickelt wurden, um große Mengen an Text, Bildern und anderen Inhalten zu sammeln und zu analysieren, nutzen Wikimedia als eine primäre Datenquelle für das Training ihrer Algorithmen.

Ein Vorgang, der einerseits die zentrale Rolle der Plattform im Ökosystem des digitalen Wissens bezeugt, andererseits jedoch einen untragbaren Druck auf ihre IT-Infrastrukturen ausübt.

Das Problem liegt nicht nur in der Menge der übertragenen Daten. Der wahre kritische Punkt wird durch die Art und Weise dargestellt, wie diese Bots auf die Inhalte zugreifen. 

In den meisten Fällen sind die Anfragen nämlich auf seltene oder wenig besuchte Seiten gerichtet, also solche, die nicht in die Ausschnitt-Systeme fallen. Das sind Mechanismen, die es ermöglichen, temporär Kopien der meistbesuchten Seiten zu speichern, um deren Ladezeit zu beschleunigen.

Wenn dies geschieht, müssen die Anfragen direkt von den zentralen Servern bearbeitet werden, was zu einer erheblichen Erhöhung der Arbeitsbelastung und vor allem der Kosten führt. 

Dieses Szenario wird besonders kritisch in Verbindung mit Ereignissen mit hoher Medienrelevanz, während derer der „menschliche“ Verkehr bereits hohe Werte erreicht.

Bots außer Kontrolle: Sie ignorieren die Regeln, umgehen die Sperren

Eine weitere alarmierende Dimension des Phänomens wird durch das Verhalten der immer ausgefeilteren und manchmal unkorrekten Crawler dargestellt. Viele dieser Bots ignorieren die festgelegten Konventionenumgehen automatische Sperrsysteme und tarnen sich, um wie legitime Benutzer auszusehen.

Diese Art von Verhalten verstößt nicht nur gegen die Regeln für die gute Nutzung des Netzwerks, sondern zwingt auch die technischen Teams von Wikimedia zu a kontinuierliche Überwachung und zu einem ständigen Einsatz von Ressourcen, um die Infrastruktur zu schützen. 

Ressourcen, die stattdessen dazu verwendet werden könnten, die Plattform zu stärken oder ihre Inhalte zu bereichern.

Als Antwort auf diese Situation versucht die Wikimedia Foundation, sich nicht nur auf eine technische oder defensive Reaktion zu beschränken. Die vorgeschlagene Lösung geht über die bloße Eindämmung des Problems hinaus und zielt auf eine kollaborative und nachhaltige Verwaltung des freien Wissens ab.

So entsteht WE5, eine neue strategische Initiative, die das Ziel hat, gerechtere und verantwortungsvollere Ansätze bei der Erfassung und Nutzung der von der Plattform gehosteten Daten zu fördern.

Das Projekt präsentiert sich als eine Einladung an Tech-Unternehmen und Entwickler von künstlicher Intelligenz. 

Insbesondere eine Aufforderung, die Regeln zu respektieren, zu den Verwaltungskosten des Netzwerks beizutragen und das Überleben der Infrastruktur zu gewährleisten, auf der eine der wichtigsten Quellen freier Informationen der Welt basiert.

Die gesamte Angelegenheit wirft eine entscheidende Frage für die Zukunft des freien Zugangs zu Wissen auf: In einer Zeit, in der Daten zum Lebenselixier der künstlichen Intelligenz geworden sind, wer zahlt für die Speicherung und Verteilung dieser Daten?

Wikimedia, seit jeher vom Prinzip der Kostenfreiheit und des Teilens angetrieben, befindet sich nun am Scheideweg zwischen Offenheit und Nachhaltigkeit.

Ohne eine Kursänderung seitens der Big Tech und der Akteure, die massenhaft die Inhalte der Stiftung nutzen, könnte das Projekt gezwungen sein, die Zugänglichkeit zu reduzieren oder strengere Grenzen einzuführen, um seine Infrastruktur zu schützen.

Ein Appell zum Respekt vor dem digitalen Gemeinwohl

Die Botschaft, die Wikimedia an die Welt sendet, ist klar. Nämlich, dass freies Wissen ein Gemeingut ist und als solches mit Respekt und Verantwortung behandelt werden muss.

Die Nutzung des enormen Informationsvermögens, das von der Stiftung zu kommerziellen Zwecken zur Verfügung gestellt wird, muss transparent und regelkonform erfolgen. Außerdem, falls erforderlich, begleitet von Formen eines fairen Beitrags.

In einem zunehmend von Algorithmen und Automatisierung dominierten digitalen Panorama ist es entscheidend, dass der Zugang zu Wissen nicht durch die Wirtschaftliches Interesse weniger beeinträchtigt wird. 

Nur durch einen offenen Dialog zwischen Gemeinschaften, Institutionen und Unternehmen wird es möglich sein, den Traum von einer freien, zugänglichen und nachhaltigen globalen Enzyklopädie am Leben zu erhalten.


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