Nach über sechs Jahren an der Spitze der Blockchain Association ist Kristin Smith bereit, eine neue Herausforderung anzunehmen. Am kommenden 19. Mai wird Smith die Rolle der Präsidentin beim neu gegründeten Solana Policy Institute übernehmen, was einen wichtigen Führungswechsel in der Landschaft der Krypto-Advocacy in den Vereinigten Staaten markiert.
Die Nachricht wurde mit einer Ankündigung veröffentlicht, die am 1. April von der Blockchain Association veröffentlicht wurde. Die Mitteilung präzisiert, dass Kristin Smith am 16. Mai von ihrem aktuellen Amt zurücktreten wird. Die Organisation hat jedoch weder die Gründe für ihren Austritt noch wer nach ihrem Weggang die Führung der Vereinigung übernehmen wird, bekannt gegeben.
Kristin Smith: vom Kongress ins Herz der Blockchain
Kristin Smith ist in den Korridoren der Macht in Washington kein Neuling. Bevor sie 2018 zur Blockchain Association kam, war sie stellvertretende Stabschefin des ehemaligen Vertreters von Montana, Denny Rehberg. Ihre institutionelle Erfahrung ermöglichte es ihr, sich schnell in der Welt der Advocacy für Kryptowährungen zu etablieren und eine der einflussreichsten Persönlichkeiten bei der Gestaltung der amerikanischen Politik im Zusammenhang mit der Blockchain zu werden.
Während seiner Amtszeit an der Spitze der BA — die unter ihren Mitgliedern Unternehmen wie CoinbaseAnwesend Ripple Labs und Chainlink Labs zählt — hat Smith mehrere rechtliche und institutionelle Kämpfe im Namen der Kryptoindustrie geführt. Insbesondere hat die Vereinigung eine Klage gegen den Internal Revenue Service (IRS) eingeleitet, um Vorschriften anzufechten, die Broker dazu verpflichten, jede in Kryptowährungen getätigte Transaktion zu melden.
Ohne die heftige Kritik an der Securities and Exchange Commission (SEC) zu vergessen, die beschuldigt wird, eine Politik der „Regulierung durch Durchsetzung“ unter der Leitung des ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler zu verfolgen. Ein Ansatz, der für viele Unternehmen in der Branche hohe Rechtskosten mit sich gebracht hat.
Ein neues Engagement mit Solana
Das nächste Kapitel in Smiths Karriere wird am Solana Policy Institute geschrieben, einer gerade erst gegründeten, aber bereits im Rampenlicht stehenden Einrichtung. Zwei Tage nach ihrem offiziellen Start hat der Think Tank bereits das Interesse des gesamten Krypto-Ökosystems geweckt, auch wenn noch unklar ist, welche unmittelbaren Ziele verfolgt werden. Die Organisation präsentiert sich als unabhängige, gemeinnützige Einrichtung mit dem Ziel, mit US-Gesetzgebern zu interagieren, um eine klarere und günstigere Regulierung zu fördern.
Beim Übergang zur neuen Einheit wird Smith nicht allein sein. Sie wird nämlich von einem weiteren bekannten Gesicht der Branche begleitet: Miller Whitehouse-Levineehemaliger CEO des DeFi Education Fund. Whitehouse-Levine wird die Rolle des Geschäftsführers des Instituts übernehmen. Laut Angaben wird das Hauptziel des neuen Teams darin bestehen, Bildungsinstrumente für US-Gesetzgeber bereitzustellenmit besonderem Augenmerk auf das Solana-Ökosystem.
Ein strategischer Zug in einem sich entwickelnden Kontext
Der Wechsel von Smith von der Blockchain Association zu einer auf ein einzelnes Protokoll fokussierten Realität, wie es Solana ist, markiert einen bedeutenden Wandel in der Advocacy-Strategie in der Welt der dezentralen Technologien. Während die BA als kollektive Vertretung des gesamten Krypto-Sektors fungierte, zielt das Solana Policy Institute darauf ab, die spezifischen Bedürfnisse und Chancen eines der vielversprechendsten Projekte der neuen Generation der Blockchain zu fördern.
Dieser Übergang erfolgt in einem heiklen Moment für die Kryptowährungsindustrie, die zunehmend durch einen unsicheren und oft restriktiven regulatorischen Rahmen auf die Probe gestellt wird. Die Rolle der Advocacy-Organisationen wird daher entscheidend, nicht nur um die Interessen der Branchenakteure zu verteidigen, sondern auch um die Institutionen für Innovation, Sicherheit und technologische Wettbewerbsfähigkeit zu sensibilisieren.
Unbekannte und Erwartungen
Es bleibt abzuwarten, wer das Erbe von Smith an der Spitze der Blockchain Association antreten wird und welche zukünftige strategische Ausrichtung die Organisation einschlagen wird, die in den letzten Jahren einen Bezugspunkt für den Dialog zwischen Industrie und Politik dargestellt hat. Außerdem ist noch nicht ganz klar, wie das Solana Policy Institute seine Aktivitäten strukturieren möchte und welchen tatsächlichen Einfluss es in Washington haben wird.
Allerdings scheint das Institut mit zwei erfahrenen und in der US-Politik verwurzelten Namen wie Smith und Whitehouse-Levine alle Voraussetzungen zu haben, um ein wichtiger Akteur in der regulatorischen Debatte zu werden.
Ein neues Einflusszentrum für Solana
In einem fragmentierten und wettbewerbsintensiven Krypto-Ökosystem versuchen die dynamischsten Blockchains, neuartige politische und institutionelle Allianzen zu schmieden. Das Solana Policy Institute fügt sich in diese Logik ein und versucht, ein Bezugspunkt für diejenigen zu werden, die die Potenziale des Solana-Netzwerks verstehen und schätzen möchten, das für seine hohe Leistung und niedrigen Transaktionskosten bekannt ist.
Die Initiative könnte eine Antwort auf die ständig wachsenden Herausforderungen darstellen, denen Blockchain-Projekte gegenüberstehen, um sich in ein regulatorisches Umfeld zu integrieren, das sich noch in der Entwicklung befindet.
Die Zukunft der Krypto-Advocacy
Der Abgang von Kristin Smith von der Blockchain Association ist nicht nur ein Wechsel an der Spitze: Er spiegelt eine umfassendere Transformation wider, wie die Blockchain-Industrie mit der politischen Welt in Dialog treten möchte. Während bisher der Schwerpunkt auf der Einheit zwischen den verschiedenen Akteuren lag, könnte die Zukunft eine Vervielfachung der institutionellen Delegation pro Protokoll sehen, bei der die einzelnen Blockchain-Gemeinschaften spezielle Advocacy-Kanäle entwickeln.
Das gemeinsame Engagement von Smith und Whitehouse-Levine zeugt zudem von der zunehmenden Professionalisierung der politischen Strukturen in der Krypto-Welt, die entschlossen sind, ihre Stimme in Entscheidungsprozessen zu Gehör zu bringen. Ein klares Signal, dass die Kryptowährungen nicht nur die Finanzen innovieren wollen, sondern auch die Gestaltung der Spielregeln beeinflussen möchten.
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