Sterben Vereinigte Staaten (USA) haben acht Krypto-Wallets sanktioniert, die mit der russischen Börse Garantex und der Houthi-Gruppe im Jemen verbunden sind, nachdem sie über eine Milliarde Dollar an verdächtigen Transaktionen identifiziert hatten, die mit der Finanzierung militärischer Operationen in Verbindung stehen.
In diesem Artikel sehen wir alle Details.
USA im Visier verdächtiger Krypto: Wallets im Zusammenhang mit den Houthi und der russischen Börse Garantex sanktioniert
Das US-Finanzministerium hat kürzlich Sanktionen gegen acht Krypto-Adressen verhängt, die mit zwei umstrittenen Akteuren auf der internationalen Bühne in Verbindung stehen: der Houthi-Gruppe im Jemen und der russischen Kryptowährungsbörse Garantex.
Die Untersuchung, die mit Unterstützung der Blockchain-Analyseunternehmen Chainalysis und TRM Labs durchgeführt wurde, hat ein komplexes Netzwerk von Transaktionen aufgezeigt, die sich auf fast eine Milliarde Dollar belaufen würden.
Das Office of Foreign Assets Control (OFAC), die Behörde, die für die Überwachung der Finanzsanktionen in den Vereinigten Staaten zuständig ist, hat festgestellt, dass diese Wallets eine zentrale Rolle bei der Überweisung von Geldern an sanktionierte Organisationen gespielt haben.
Von diesen Adressen sind zwei mit anerkannten Krypto-Plattformen verbunden, während die restlichen sechs privat kontrolliert werden.
Laut den Berichten der amerikanischen Behörden wurden die überwachten digitalen Geldflüsse größtenteils genutzt, um die militärischen und logistischen Aktivitäten der Houthi im Jemen und im Roten Meer zu unterstützen, wo die Gruppe zahlreiche Angriffe auf zivile und militärische Schiffe durchgeführt hat.
Slava Demchuk, Experte für Geldwäschebekämpfung und Berater der Vereinten Nationen, kommentierte die Situation und betonte, wie die Nutzung von Kryptowährungen in geopolitischen Konflikten mittlerweile eine greifbare Realität ist:
„Die Präsenz der mit den Houthi verbundenen Wallets zeigt eine signifikante Veränderung: Kryptowährungen sind nicht mehr alternative Werkzeuge für die Wirtschaft, sondern echte Werkzeuge des Finanzkriegs.“
Demchuk hat außerdem hervorgehoben, dass die Konsequenzen dieser Entwicklungen tiefgreifend sein werden:
„Die Konformitätssysteme müssen sich schnell anpassen, die dezentralen Plattformen werden strengeren Kontrollen unterzogen und die Behörden werden ihre Bemühungen verstärken, um verdächtige Gelder zuzuordnen und zu blockieren.“
Wer sind die Houthi und warum stehen sie im Visier der USA
Die Houthi-Bewegung, auch bekannt als Ansar Allah, ist eine politische und bewaffnete Gruppe aus dem Jemen, die aus einer zaiditischen schiitischen Strömung hervorgegangen ist.
Ursprünglich mit Zielen religiöser und sozialer Reformen gebildet, wuchs es zu einer der Hauptkräfte im inneren Konflikt im Jemen heran.
In den letzten Jahren haben sich die Houthi durch Drohnen- und Raketenangriffe im Roten Meer hervorgetan. Dadurch wird der Seehandel und die Stabilität in der Region bedroht.
Die amerikanische Regierung, die die Gruppe bereits in die Liste der ausländischen terroristischen Organisationen aufgenommen hat, betrachtet ihre Aktivitäten als Gefahr für die Zivilbevölkerung, das amerikanische Personal im Nahen Osten und die regionalen Partner.
Im Januar haben die Vereinigten Staaten eine Kampagne gezielter Bombardierungen gegen Houthi-Stellungen gestartet. Dies erfolgte nach zahlreichen Marineangriffen, die von der Gruppe beansprucht wurden.
Parallel dazu geriet die russische Börse Garantex bereits im März ins Visier der Behörden, nachdem sie beschuldigt wurde, groß angelegte Geldwäscheoperationen zu erleichtern.
Tether, einer der Hauptemittenten von stablecoin, fror damals 27 Millionen Dollar in USDt auf der Plattform ein, was sie zwang, die Dienste einzustellen.
In einem Versuch der Wiedergeburt hätte Garantex versucht, sich unter einer neuen Marke, „Grinex“, neu zu positionieren. Allerdings wurden die Operationen schnell von den US-amerikanischen und internationalen Behörden überwacht und gestoppt.
Der Wendepunkt kam Mitte März. Das heißt, als das indische Central Bureau of Investigation Aleksej Bešciokov, einen litauischen Staatsbürger, der als einer der Hauptverantwortlichen der Börse gilt, festnahm.
Die Verhaftung erfolgte aufgrund von US-amerikanischen Anklagen wegen Verschwörung zur Geldwäsche, illegaler Führung eines Finanzunternehmens und Verstoßes gegen das Gesetz über internationale Wirtschaftsnotfälle.
Globale Auswirkungen: die nationale Sicherheit hängt auch vom Web3 ab
Der Vorfall wirft entscheidende Fragen über die Rolle der Kryptowährungen in modernen Konflikten und der globalen Sicherheit auf.
Mit anonymen Wallets, irreversiblen Transaktionen und dezentralen Plattformen kann die Krypto-Welt agile Werkzeuge für Operationen außerhalb des Rahmens der traditionellen Finanzen bieten. Aber diese Flexibilität kann sich in den falschen Händen in eine Waffe verwandeln.
Die US-Behörden haben gezeigt, dass die forensische Analyse der blockchain ein mächtiges Instrument im Kampf gegen die Terrorismusfinanzierung sein kann.
Die inhärente Transparenz der verteilten Netzwerke, wenn sie effektiv genutzt wird, ermöglicht es, illegale Flüsse zurückzuverfolgen und sie zu unterbrechen, bevor sie einen verheerenden Einfluss haben können.
Mit der Aufnahme von acht neuen Krypto-Wallets in die Sanktionsliste senden die Vereinigten Staaten eine klare Botschaft. Nämlich, dass Kryptowährungen nicht mehr immun gegen internationale Kontrolle sind.
Wer sie zur Finanzierung von Gewalt, Terrorismus oder globaler Destabilisierung nutzt, wird auf seinem Weg immer mehr Hindernisse vorfinden. Es ist ein starkes Signal für den gesamten Sektor, der aufgefordert ist, zu wählen, ob er eine freie Grenze bleiben oder sich zu einem neuen Standard globaler Verantwortung entwickeln möchte.
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